Hechingen. Der zu dir redet, das ist der, den du nicht kennst, Toinette, so wie er dich nicht gekannt hat! Und der sich nichts anderes wünscht, nichts anderes träumt, als von dir gekannt zu sein und dich zu kennen.

Antoinette. Ado, ich bitt' dich um alles, red' nicht mit mir, als wenn ich eine Speisewagenbekanntschaft aus einem Schnellzug wäre.

Hechingen. Mit der ich fahren möchte, fahren bis ans Ende der Welt! (Will ihre Hand küssen, sie entzieht sie ihm.)

Antoinette. Ich bitt' dich, merk' doch, daß mich das crispiert. Ein altes Ehepaar hat doch einen Ton miteinander. Den wechselt man doch nicht, das ist ja zum Schwindligwerden.

Hechingen. Ich weiß nichts von einem alten Ehepaar, ich weiß nichts von unserer Situation.

Antoinette. Aber das ist doch eine gegebene Situation.

Hechingen. Gegeben? Das alles gibt's ja gar nicht. Hier bist du und ich, und alles fängt wieder vom Frischen an.

Antoinette. Aber nein, gar nichts fängt vom Frischen an.

Hechingen. Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen.

Antoinette. Nein, nein, ich bitt' dich um alles, bleib' doch in deinem alten Genre. Ich kann's sonst nicht aushalten. Sei mir nicht bös, ich hab' ein bissel Migräne, ich hab' schon früher nach Haus' fahren wollen, bevor ich gewußt hab', daß ich dich — ich hab' doch nicht wissen können!