Crescence. Aber mein Bub', er ist mir tausendmal zu gut, als daß ich ihn wollt einer Familie oktroyieren und wenn's die vom Kaiser von China wär'. Aber anderseits ist mir doch auch die Helen zu lieb, als daß ich ihr Glück einem Tratsch von einer eifersüchtigen Gans, wie die Antoinette ist, aufopfern wollte. Also tu' er mir den Gefallen und bleib' er da und begleit er mich dann nach Haus, er sieht doch, wie ich agitiert bin. (Sie geht die Treppe hinauf, Stani folgt ihr.)
Achte Szene
Helene (ist durch die unsichtbare Tür links herausgetreten, im Mantel wie zum Fortgehen. Sie wartet, bis Crescence und Stani sie nicht mehr sehen können. Gleichzeitig ist Karl durch die Glastür rechts sichtbar geworden; er legt Hut, Stock und Mantel ab und erscheint. Helene hat Karl gesehen, bevor er sie erblickt hat. Ihr Gesicht verändert sich in einem Augenblick vollständig. Sie läßt ihren Abendmantel von den Schultern fallen, und dieser bleibt hinter der Treppe liegen, dann tritt sie Karl entgegen.)
Hans Karl (betroffen). Helen, Sie sind noch hier?
Helene (hier und weiter in einer ganz festen, entschiedenen Haltung und in einem leichten, fast überlegenen Ton). Ich bin hier zu Haus.
Hans Karl. Sie sehen anders aus als sonst. Es ist etwas geschehen!
Helene. Ja, es ist etwas geschehen.
Hans Karl. Wann, so plötzlich?
Helene. Vor einer Stunde, glaub' ich.
Hans Karl (unsicher). Etwas Unangenehmes?