Hans Karl. Da muß ich mich ja vor dir schämen.

Helene. Schäm' ich mich denn vor dir? Ah nein. Die Liebe schneidet ins lebendige Fleisch.

Hans Karl. Alles hast du gewußt und ertragen —

Helene. Ich hätt' nicht den kleinen Finger gerührt, um eine solche Frau von dir wegzubringen. Es wär' mir nicht dafür gestanden.

Hans Karl. Was ist das für ein Zauber, der in dir ist. Gar nicht wie die andern Frauen. Du machst einen so ruhig in einem selber.

Helene. Du kannst freilich die Freundschaft nicht fassen, die ich für dich hab'. Dazu wird eine lange Zeit nötig sein — wenn du mir die geben kannst.

Hans Karl. Wie du das sagst!

Helene. Jetzt geh, damit dich niemand sieht. Und komm bald wieder. Komm morgen, am frühen Nachmittag. Die Leut' geht's nichts an, aber der Papa soll's schnell wissen. — Der Papa soll's wissen — der schon! Oder nicht, wie?

Hans Karl (verlegen). Es ist das — mein guter Freund Poldo Altenwyl hat seit Tagen eine Angelegenheit, einen Wunsch — den er mir oktroyieren will: er wünscht, daß ich, sehr überflüssigerweise, im Herrenhaus das Wort ergreife —