Hans Karl (sehr höflich, aber mit dem Wunsche, ein Ende zu machen). Ich fürchte, ich habe die gewünschten Briefe nicht hier in meinem Schreibtisch, ich werde gleich meinen Sekretär rufen.

Agathe. Oh Gott, in der Hand eines Sekretärs sind diese Briefe! Das dürfte meine Frau Gräfin nie erfahren!

Hans Karl. Die Briefe sind natürlich eingesiegelt.

Agathe. Eingesiegelt! So weit ist es schon gekommen?

Hans Karl (spricht ins Telephon). Lieber Neugebauer, wenn Sie für einen Augenblick herüberkommen würden! Ja, ich bin jetzt frei — aber ohne die Akten — es handelt sich um etwas anderes. Augenblicklich? Nein, rechnen Sie nur zu Ende. In drei Minuten, das genügt.

Agathe. Er darf mich nicht sehen, er kennt mich von früher!

Hans Karl. Sie können in die Bibliothek treten, ich mach' Ihnen Licht.

Agathe. Wie hätten wir uns denn das denken können, daß alles auf einmal vorbei ist.

Hans Karl (im Begriff, sie hinüberzuführen, bleibt stehen, runzelt die Stirn). Liebe Agathe, da Sie ja von allem informiert sind — ich verstehe nicht ganz, ich habe ja doch der Frau Gräfin aus dem Feldspital einen langen Brief geschrieben, dieses Frühjahr.