Crescence. Hundertmal hab' ich ihm gesagt: sag' er mir, was er erreichen will, und ich nehm's in die Hand.

Hans Karl. Ja, das hat sie mir oft gesagt, weiß Gott, Crescence.

Crescence. Aber man hat ja bei ihm nicht gewußt, woran man ist!

Hans Karl (nickt).

Crescence. Und jetzt macht halt der Stani, was er nicht hat machen wollen. Ich kann gar nicht erwarten, daß wieder kleine Kinder in Hohenbühl und in Göllersdorf herumlaufen.

Hans Karl. Und in den Schloßteich fallen! Weiß sie noch, wie sie mich halbtot herausgezogen haben? Weiß sie — ich hab' manchmal die Idee, daß gar nichts Neues auf der Welt passiert.

Crescence. Wie meint er das?

Hans Karl. Das alles schon längst irgendwo fertig dasteht und nur auf einmal erst sichtbar wird. Weißt du, wie im Hohenbühler Teich, wenn man im Herbst das Wasser abgelassen hat, auf einmal die Karpfen und die Schweife von den steinernen Tritonen da waren, die man früher kaum gesehen hat? Eine burleske Idee, was!

Crescence. Ist er denn auf einmal schlecht aufgelegt, Kari?

Hans Karl (gibt sich einen Ruck). Im Gegenteil, Crescence. Ich danke euch so sehr, als ich nur kann, ihr und dem Stani, für das gute Tempo, das ihr mir gebt mit eurer Frische und eurer Entschiedenheit. (Er küßt ihr die Hand.)