Crescence. Jetzt ist sie schon wieder beim Goethe, die Edine! (Sieht sich nach Hans Karl um, der mit Helene nach rechts getreten ist.)

Helene (zu Hans Karl). Sie haben ihn so gern, den Furlani?

Hans Karl. Für mich ist ein solcher Mensch eine wahre Rekreation.

Helene. Macht er so geschickte Tricks? (Sie setzt sich rechts, Hans Karl neben ihr.)

Crescence (geht durch die Mitte weg, Altenwyl und Edine haben sich links gesetzt.)

Hans Karl. Er macht gar keine Tricks. Er ist doch der dumme August!

Helene. Also ein Wurstel?

Hans Karl. Nein, das wäre ja outriert! Er outriert nie, er karikiert auch nie. Er spielt seine Rolle: er ist der, der alle begreifen, der allen helfen möchte und dabei alles in die größte Konfusion bringt. Er macht die dümmsten »lazzi«, die Galerie kugelt sich vor Lachen, und dabei behält er eine Elegance, eine Diskretion, man merkt, daß er sich selbst und alles, was auf der Welt ist, respektiert, er bringt alles durcheinander, wie Kraut und Rüben; wo er hingeht, geht alles drunter und drüber, und dabei möchte man rufen: »Er hat ja recht!«

Edine (zu Altenwyl). Das Geistige gibt uns Frauen doch viel mehr Halt! Das geht der Antoinette zum Beispiel ganz ab. Ich sag' ihr immer: sie soll ihren Geist kultivieren, das bringt einen auf andere Gedanken.

Altenwyl. Zu meiner Zeit hat man einen ganz andern Maßstab an die Konversation angelegt. Man hat doch etwas auf eine schöne Replik gegeben; man hat sich ins Zeug gelegt, um brillant zu sein.