Edine. Weil die Leut' zu wenig gelesen haben! Weil sie ihren Geist zu wenig kultivieren! (Sie sind im Reden aufgestanden und entfernen sich nach links.)
Hans Karl (zu Helene). Wenn man dem Furlani zuschaut, kommen einem die geschicktesten Clowns vulgär vor. Er ist förmlich schön vor lauter Nonchalance — aber natürlich gehört zu dieser Nonchalance genau das Doppelte wie zu den andern ihrer Anspannung.
Helene. Ich begreif', daß Ihnen der Mensch sympathisch ist. Ich find' auch alles, wo man eine Absicht merkt, die dahintersteckt, ein bißl vulgär.
Hans Karl. Oho, heute bin ich selber mit Absichten geladen, und diese Absichten beziehen sich auf Sie, Gräfin Helene.
Helene (mit einem Zusammenziehen der Augenbrauen). Oh, Gräfin Helene! Sie sagen »Gräfin Helene« zu mir?
Huberta (erscheint in der Mitteltür und streift Hans Karl und Helene mit einem kurzen, aber indiskreten Blick).
Hans Karl (ohne Huberta zu bemerken). Nein, im Ernst, ich muß Sie um fünf Minuten Konversation bitten — dann später, irgendwann — wir spielen ja beide nicht.
Helene (etwas unruhig, aber sehr beherrscht). Sie machen mir Angst. Was können Sie mit mir zu reden haben? Das kann nichts Gutes sein.
Hans Karl. Wenn Sie's präokkupiert, dann um Gottes willen nicht!