Antoinette. Aber etwas, das dich mit ihr verbindet?
Hans Karl. Aber das Gegenteil!
Antoinette. Das Gegenteil? Ein Adieu — du sagst ihr, was ein Adieu ist zwischen dir und ihr?
Hans Karl. Zu einem Adieu ist kein Anlaß, denn es war ja nie etwas zwischen mir und ihr. Aber wenn's ihr Freud' macht, Toinette, so kommt's beinah' auf ein Adieu hinaus.
Antoinette. Ein Adieu fürs Leben?
Hans Karl. Ja, fürs Leben, Toinette.
Antoinette (sieht ihn ganz an). Fürs Leben? (Nachdenklich.) Ja, sie ist so eine Heimliche und tut nichts zweimal und red't nichts zweimal. Sie nimmt nichts zurück — sie hat sich in der Hand: ein Wort muß für sie entscheidend sein. Wenn du ihr sagst: adieu — dann wird's für sie sein adieu und auf immer. Für sie wohl. (Nach einer kleinen Pause.) Ich lass' mir von dir den Ado nicht einreden. Ich mag seine Händ' nicht. Sein Gesicht nicht. Seine Ohren nicht. (Sehr leise.) Deine Hände hab' ich lieb. — Was bist denn du? Ja, wer bist denn du? Du bist ein Zyniker, ein Egoist, ein Teufel bist du! Mich sitzen lassen ist dir zu gewöhnlich. Mich behalten, dazu bist du zu herzlos. Mich hergeben, dazu bist du zu raffiniert. So willst du mich zugleich loswerden und doch in deiner Macht haben, und dazu ist dir der Ado der Richtige. — Geh hin und heirat' die Helen. Heirat', wenn du willst! Ich hab' mit deiner Verliebtheit vielleicht was anzufangen, mit deinen guten Ratschlägen aber gar nix. (Will gehen.)
Hans Karl (tut einen Schritt auf sie zu).