„Und verlobt ist sie noch nicht gewesen!“ gab Fips zu bedenken.

Im Hinblick auf die möglichen Schlaraffentage waren sie wieder eins mit der Schwester.

„Ach — Naseweis,“ sagte die Mutter und mußte lachen.

In diesem Augenblick sank knisternd die hoch auseinander gespannte Zeitungswand zu einem unordentlichen und widerstrebenden Faltengehäuf von Druckpapier zusammen, auf dem die feinen Operateurhände ruhten.

Der Geheimrat, schmunzelnd und überlegen, mit pfiffigen Blicken seine Tochter anguckend, sagte erwägend: „Was meinte Fräulein Tochter, wenn wir den Kapitän Hochhagen einlüden, Urlaub zu nehmen und uns als Gast zu begleiten? Da der alte Papa offenbar keine Gesellschaft von Anziehungskraft mehr für seine Tochter ist, werden ihr vielleicht die Schweiz und Italien durch dieses ausgezeichneten Mannes Begleitung etwas sehenswerter vorkommen.“

„Papa!“ jubelte Renate und stürzte auf ihren Vater zu, einen umgepolterten Korbsessel hinter sich lassend.

Heinz und Fips sahen Schlaraffenland in die Versenkung fahren.

Und die Geheimrätin war beinahe starr: ihr Mann hatte zugehört! Sonst, wenn er hinter seiner Morgenzeitung saß oder mit einem Buch in der Hand, hätte man einen Mordanschlag auf seine eigene Person verabreden können, und er würde es nicht gemerkt haben. Er hatte hinter seiner Papierwand gesessen und dem Gespräch zugehört! Nein, so etwas ...

Der Geheimrat ließ in wohlgefälligem Behagen die Küsse der Tochter über seine Wangen ergehen und spürte die Kraft ihrer jungen Arme, die seine Schultern umpreßten.

Aber dieser Jubelsturm stockte plötzlich.