Emmich dachte: „In das Hotel, wo Gamberg wohnt, will ich nicht — ich will ihn vermeiden, so viel ich kann — sonst gibt’s noch einen Krach ...“

Unterdes wartete der Kutscher, mit dem Koffer auf dem Bock neben sich, vor der Gitterpforte.

In dieses Zögern unnützen Hin- und Herdenkens hinein kam der Legationsrat von Gamberg.

Emmich sah ihn schon, als er, auf dem Weg unter den Tannen, hinter dem zwischen Eisenstäben gespannten Drahtnetz ging. Wie immer in etwas steifer, sehr gerader Haltung, in seinem hellgrauen Gehrock, ohne Hast einherschreitend.

Emmich biß sich auf die Lippen. Und mit einiger Besorgnis sah der Geheimrat, daß sein Gesicht sich in schwerem Ernst noch mehr verfinsterte.

Nun erschien Gamberg in dem Rahmen der weitgeöffneten Pforte.

Er erkannte den Kapitän Hochhagen.

Und er erblaßte.

Ganz gewiß. Der Geheimrat sah es so genau, daß jeder Zweifel ausgeschlossen war.

„Also — ja!“ dachte er. Denn weshalb hatte Gamberg sonst die Farbe zu verändern ...