Und sie — sie hatte doch so etwas empfunden, als umlaure sie Mißtrauen ...
Das erriet er klar. Das erzählte ihm ihr Ton.
Wie schade, wie peinvoll ...
Und er kannte sie genug, um zu wissen: Das hat sie gereizt ...
„Natürlich,“ dachte er, „die Schuld ist mein. So ganz leise und fein denkt man’s und fühlt man’s. Und bringt es doch wohl recht plump an den Tag.“
Und in dieser Stunde, wo er sich erhoben fühlte, wo die Welt ihm geadelt schien, weil er selbst den Glanz einer sehr reinen und sehr starken Liebe auf seinem Leben fühlte, in dieser seiner großen Stimmung erschien ihm auch all seine Angst wie ein Verkehrtes.
Ihm war, als sei sein Mißtrauen gewesen wie eine zudringliche Hand, die ganz zerbrechliche Sachen allzu fest anpackt und sie nur damit verdirbt.
Ja, beinahe schuldig kam er sich vor.
Wie da wieder herauskommen?
Mitten in seine bekümmerten Erwägungen hinein fiel ihm ein humoristischer Gedanke. Das geschah ihm oft. Da platzte irgend so ein drolliger Vergleich unversehens wie eine Rakete in den tiefsten Ernst hinein, und der zersprang daran.