Blitzschnell traf sich ihr Blick mit dem Stephans – und entwich ihm wieder ...
Ja, die arme kleine Wollmütze ... Und Klara hatte eine Erinnerung – sah sich deutlich, sehr deutlich, wie sie eilig und heimlich ein weißes Paketchen tief in das Schubfach ihrer Kommode hineinstopfte ...
»Aber wir wollen doch gehen,« sagte sie matt. Sie fühlte sich plötzlich so freudlos und wünschte, neben dem alten Mann bleiben zu können – da war ja ihr Platz – der sicherste und friedvollste, den es auf der Welt für sie gab ...
»Ja, vorwärts!« ermahnte Likowski. »Mir ist es eine Erhebung – immer, wenn ich da mal ’rumgehen darf ... Der Gott, der Eisen wachsen ließ – der wollte keine Knechte ... Eisen verführt mich mehr als die köstlichen Brillanten, mit denen unsere teure Baronin uns heute die Augen verblenden möchte.«
»Ihre nicht!« lachte Agathe.
Man brach auf. Alle nahmen vom Geheimrat Abschied, der noch Sorge trug, daß an Thürauf telephoniert werde. Der Generaldirektor werde Wert darauf legen, Kreyser die Honneurs des Werkes zu machen.
Man schritt in munteren Gesprächen die Straße entlang, und schon kam ihnen auch der Generaldirektor entgegen. Von dieser Begegnung an waren die beiden Herren für die übrige Gesellschaft verloren. Sie vertieften sich in fachmännische Gespräche und gingen weit voran.
Ihnen folgte Agathe zwischen Wynfried und dem Freiherrn von Marning, den sie mit einer Frage gleich an ihre Seite zu nötigen gewußt hatte.
»Wir werden nicht für ernsthaft genommen,« sagte Agathe. »Und ich brenne doch vor Lernbegier.«
»Ich erkläre Ihnen das alles auf populäre Art,« versprach Wynfried. »Seien Sie sicher, all die chemischen Formeln und Zahlen, in denen die zwei reden, hätten Sie doch nicht verstanden.«