Rührung zog durch das Gemüt des Alten und machte es weich. Und ein Hochgefühl wallte in ihm auf.

Ja, so gibt es Tausende – Tausende. – Mit einer knappen Zulage. – Großer Gott: zwei Mark für jeden Tag! Mit dem schmalen Sold vom Reiche schlagen sie sich durch. Entbehrung ist ihr Los. – Aber sie zu ertragen, ist ihr Stolz.

Arm! Mutig! Voll heiterer Kraft!

Das ist der deutsche Offizier im stillen Heldentum, das der Friede fordert.

Und es ist Gefahr, daß das Volk diese reine, straffe, aufrechte Gestalt nicht mehr richtig sieht.

Weil die Zeit nicht von ihr fordert, daß das Schwert erhoben werde.

Lastende Zeit ... Das ging so durch ihn hin.

Der junge Offizier fühlte die Güte des Blickes, der auf ihm ruhte – er ahnte, daß dies Schweigen erfüllt war von Achtung und Verstehen. – Und er wurde weich – sehr weich. – Er hätte am liebsten in kindlicher Verehrung die Hand des Alten geküßt.

Nun aber fuhr der aus seiner Rührung und seinen Gedanken auf.

Der Augenblick war da. Die Frage mußte getan werden.