Oft hatte er sie so genannt – aber sie fühlte, was dieser Name, in diesem Augenblicke ihr gesagt, alles auf sie legte an großen und heiligen Pflichten; was er ihr versprach an Glück, das nach still und stark ertragenem Leid einst ihr Leben zu einem Wunder machen sollte.

Sie hob den Blick – sie wagte es, den Mann anzusehen, der als stummer Zeuge hinter dem Stuhl des Vaters stand.

Und das beredte Auge sagte ihr, was der Mund noch verschweigen mußte.

Und in diesem erhebenden Schweigen gelobten ihre Seelen einander, der Vatergüte des großen alten Mannes immer wert zu sein – nach seinem Vorbilde zu wirken und rastlos ihre Pflicht zu erfüllen, im täglich erneuten, stillen Heldentum der Arbeit, die dem Ganzen dient.

Druck der
Union Deutsche Verlagsgesellschaft
in Stuttgart

Anzeigen des
Cotta’schen Verlages

Ida Boy-Ed:

Ein königlicher Kaufmann

Hanseatischer Roman

16. und 17. Auflage