„Aber wer in aller Welt verfolgt Sie denn?“
„Wer? die Wilden, die Menschenfresser, die — ach!“
„Welche Wilden denn?“
„Da, da, sehen Sie nur, wie der Kerl herbeistürzt, selbst sein Herr wird ihn nicht zähmen können, retten wir uns in das Haus!“
„Aber das ist ja ein Neger der Pflanzung!“
„Ja, ja, ja, meinetwegen, aber ich sage Ihnen, daß er wild ist und daß ich ihm nur mit Mühe entgangen bin“, schrie der arme kleine Mann in heller Verzweiflung und stürzte mit Aufraffung seiner letzten Kräfte in das Haus.
Lächelnd und kopfschüttelnd übersetzte ich diese aufgeregten Aphorismen dem Doktor, der sie achselzuckend anhörte. Ganz atemlos kam jetzt der Neger näher, er hielt in der linken Hand das Handbuch der Botanik, in der rechten das von der Insectenkunde; er streckte eins mir, eins dem Doktor entgegen und keuchte dabei zwei Mal „Sos kiss“, „sos kiss“ hervor.
„Was giebt’s?“ herrschte ihn sein Herr an.
„Senhor, sim senhor“, sagte der Schwarze, „der deutsche Herr, der bei Senhor zum Besuch ist, ist verrückt.“ Wir konnten beide das Lachen nicht unterdrücken.
„Er sagt, ihr seid wild. Was habt ihr ihm gethan?“