»Und Bonze hielt die rasenden Pferde auf!

»Der Gerettete war ein Jude, ein bekannter Wohltäter, und er vergaß Bonzes Tat nicht!

»Er übergab ihm die Peitsche des getöteten Kutschers, und Bonze wurde Kutscher. Er tat noch mehr: er verheiratete ihn; und noch mehr: er versorgte ihn sogar gleich mit einem Kinde …

»Und Bonze schwieg immer!«

»Er meint mich!« sagt sich Bonze. Er zweifelt nicht mehr, und doch wagt er noch immer nicht, einen Blick auf den Himmlischen Gerichtshof zu werfen. Und er hört, wie der Fürsprech fortfährt:

»Er schwieg auch, als sein Wohltäter bald darauf seine Zahlungen einstellte und auch ihm, Bonze, den Lohn vorenthielt …

»Er schwieg, als seine Frau von ihm weglief und ihm ein Brustkind zurückließ …

»Er schwieg sogar, als fünfzehn Jahre später dieses selbe Kind, das inzwischen groß und stark geworden war, ihn, seinen Vater, aus dem Hause hinauswarf …«

»Mich meint er, mich!« freut sich Bonze.

»Er schwieg,« fährt der Fürsprech weicher und trauriger fort, »als dieser selbe Wohltäter mit allen Gläubigern Vergleich schloß und nur ihm keinen Pfennig von seinem Lohn bezahlte; und selbst dann, als er, wieder einmal in einer Equipage mit Gummirädern und löwengleichen Pferden dahinrasend, ihn, Bonze Schweig, überfuhr!…