»Er schwieg immer! Auf der Polizei sagte er nicht einmal, wer ihn überfahren hatte …

»Er schwieg auch im Spital, wo man doch schreien darf!

»Er schwieg, als der Doktor sich weigerte, anders als gegen Bezahlung von fünfzig Kopeken zu seinem Bette zu gehen; als der Krankenwärter ohne fünf Kopeken ihm die Wäsche nicht wechseln wollte!

»Er schwieg in der Agonie, er schwieg im Sterben …

»Kein Wort gegen Gott, kein Wort gegen Menschen!

»Dixi!«

Bonze fängt wieder an am ganzen Leibe zu zittern. Er weiß, daß nach dem Fürsprech der Ankläger das Wort hat. Wer weiß, was der sagen wird! Bonze hat von seinem ganzen Leben nichts im Gedächtnisse behalten. Auch auf jener Welt vergaß er jede Minute schon in der nächsten Minute … Der Fürsprech hatte ihm alles in Erinnerung gebracht. Wer weiß, woran ihn der Ankläger erinnern wird!

»Meine Herren!« fängt der Ankläger mit scharfer, stechender, sengender Stimme an.

Er kommt nicht weiter.

»Meine Herren!« beginnt er von neuem, schon viel weicher, und stockt wieder.