Plötzlich wird es still, die Leute schauen unwillkürlich hin: die Kutsche ist stehengeblieben, das Pferd hat den Kopf gesenkt und säuft aus einer Pfütze, und der Angeber ist von seinem Sitz heruntergefallen und liegt unbeweglich da.

Es ist ja immerhin eine Menschenseele! Die Leute laufen hinzu: der Mann ist tot. Der Feldscher bestätigt: »Der ist erledigt!« Angestellte der Beerdigungsbrüderschaft nehmen sich der Leiche an. Pferd und Wagen werden verkauft, und mit dem Erlös werden die Beerdigungskosten bestritten.

Kaum ist er beerdigt, als die Teufel seine Seele packen, sie nach der Hölle schleppen und dort dem Torbeamten übergeben. Der Angeber wird für eine Weile beim Höllentor aufgehalten, und der Beamte, der die Bücher und Eingänge und Ausgänge führt, nimmt gelangweilt und gähnend seine Personalien auf und trägt alles mit träger Hand in sein Buch ein.

Und der Angeber, dessen ganzer Einfluß in der Hölle nichts mehr wert ist, gibt Antwort: Da und da geboren, da und da geheiratet, soundso lange sich vom Schwiegervater aushalten lassen, dann von Frau und Kindern entlaufen, in die und die Stadt verzogen und den Beruf eines Angebers ergriffen, von dem er auch so lange lebte, bis sein Maß voll wurde. Er starb plötzlich auf der Durchreise, auf dem Marktplatze der Stadt Lahadam.

Da wird der Höllenbeamte, der die Bücher führt, plötzlich interessiert. Er hält mitten im Gähnen an und fragt:

»Wie heißt die Stadt? La – ha – –«

»Lahadam!« wiederholt der Angeber.

Der Matrikelführer wird plötzlich rot, und seine Augen drücken höchstes Erstaunen aus.

»Habt ihr mal von einer solchen Stadt gehört?« wendet er sich an seine Gehilfen.

Die Gehilfen zucken die Achseln, schütteln die Köpfe und strecken die Zungen aus: