»Ich weiß nicht, wie du's angreifen willst, ihnen diese Nachricht beizubringen? Sie scheinen zu glauben, daß wir wenigstens noch vierzehn Tage hierbleiben.«
»Das kommt mir sehr ungelegen. Zudem hatte ich heute den dummen Einfall, meinen Vater zu necken, weil er neulich einen Bauern hat peitschen lassen, und zwar mit Recht. Ja ja, mit Recht, sieh mich nicht mit so großen Augen an; er hat sehr wohl daran getan, ihn zu strafen, weils ein unverbesserlicher Dieb und Trunkenbold ist; nur glaubte mein Vater nicht, daß ich in dieser Sache so gut unterrichtet sei, wie man zu sagen pflegt. Er ist darüber ganz betroffen gewesen; und gerade jetzt muß ich ihm den Kummer verursachen … Doch was liegt daran! Das heilt bis zur Hochzeit[34].«
Obgleich Bazaroff diese letzteren Worte in ziemlich entschiedenem Tone gesprochen hatte, konnte er sich doch nicht entschließen, die Abreise seinem Vater früher anzukündigen, als im Augenblick, wo er ihm in seinem Studierzimmer gute Nacht wünschte. Mit gezwungenem Gähnen sagte er:
»Noch eins … Fast hätte ich vergessen, dirs mitzuteilen … Man wird morgen unsere Pferde zu Fedote vorausschicken müssen.«
Wassili Iwanowitsch blieb wie betäubt.
»Will uns Herr Kirsanoff verlassen?« fragte er endlich.
»Ja, und ich reise mit ihm.«
Wassili Iwanowitsch fuhr betroffen zurück.
»Du willst uns verlassen?«
»Ja … ich habe zu arbeiten. Habe die Güte, die Pferde vorauszuschicken.«