»Ich liebe auch, Sie sprechen zu hören; es klingt wie eines Bächleins Murmeln.«
Fenitschka wandte sich ab.
»Wie drollig sind Sie doch!« sagte sie und fuhr mit der Hand über die Blumen. »Wie sollten Sie auf mich hören, da Sie sich sicher schon mit vielen gelehrten Damen unterhalten haben!«
»Ach, Fedosia Nikolajewna! glauben Sie mir, alle gelehrten Damen der Welt sind nicht einmal soviel wert wie Ihre Ellbogen.«
»Was Ihnen nicht alles einfällt!« sagte Fenitschka halblaut und die Arme an den Körper drückend.
Bazaroff hob das Buch auf.
»Das ist ein medizinisches Buch,« sagte er, »warum haben Sie's auf die Erde geworfen?«
»Ein medizinisches Buch?« wiederholte Fenitschka und wandte sich nach ihm um. »Erinnern Sie sich, daß Sie mir Tropfen gegeben haben? Nun, seit der Zeit schläft Mitia wie verzaubert. Wie dank ichs Ihnen! Sie sind so gut! wahrhaftig!«
»Streng genommen müßte jede Arznei bezahlt werden,« erwiderte Bazaroff lächelnd, »die Ärzte sind, wie Sie wissen, habsüchtige Leute.«