»Es ist absolut nichts … Ich habe niemandes Hilfe nötig,« antwortete Paul, dem das Sprechen schwer wurde; »und wir müssen … noch einmal …« Er wollte sich den Schnurrbart streichen, aber sein Arm sank zurück, seine Augen verdrehten sich, und er sank in Ohnmacht.

»Das ist etwas stark! er hat das Bewußtsein verloren, wegen solcher Kleinigkeit!« rief Bazaroff unwillkürlich aus und legte Paul auf den Rasen; »sehen wir einmal nach, was er hat!« Er zog sein Taschentuch heraus, stillte das Blut und untersuchte die Wundränder. »Der Knochen ist unversehrt,« murmelte er, »die Kugel ist nicht tief eingedrungen und hat nur einen einzigen Muskel verletzt, den vastus externus. In drei Wochen kann er tanzen, wenn er Lust hat. Das ist wohl der Mühe wert, in Ohnmacht zu fallen. Ah! diese nervösen Leute tuns nicht anders! Wie zart seine Haut ist!«

»Ist der Herr tot?« fragte Peter hinter seinem Rücken mit zitternder Stimme.

Bazaroff wandte sich um.

»Geh, hole Wasser, Kamerad, und fürchte nichts, der lebt länger als du und ich.«

Aber der perfekte Diener schien nicht zu begreifen, was man ihm sagte, und blieb unbeweglich stehen. Inzwischen öffnete Paul langsam wieder die Augen.

»Er gibt seinen Geist auf!« versetzte Peter, sich bekreuzend.

»Sie haben recht … Welche lächerliche Physiognomie!« sagte der verwundete Edelmann mit erzwungenem Lächeln.

»Hol doch Wasser, Dummkopf!« rief Bazaroff.