Kirsanoff umarmte seinen Bruder stürmisch.

»Du hast mir die Augen vollends geöffnet!« rief er aus. »Ich habe dich immer für den besten und einsichtigsten der Männer gehalten; ich sehe jetzt, daß du zudem ebenso weise als großherzig bist.«

»Sachte! sachte!« erwiderte Paul Petrowitsch. »Schone das Bein deines großherzigen Bruders, der sich mit seinen fünfundvierzig Jahren eben noch duelliert hat wie ein Unterleutnant. Also abgemacht, Fenitschka wird ma belle-sœur

»Mein lieber Paul! … aber was wird Arkad sagen?«

»Arkad? er wird hoch erfreut sein, verlaß dich darauf! Die Ehe ist zwar gegen seine Grundsätze, aber es wird seiner Liebe für die Gleichheit schmeicheln. In der Tat, was bedeuten alle diese Unterschiede, diese Kasten im neunzehnten Jahrhundert!«

»Ach Paul, Paul, laß dich noch einmal umarmen, fürchte nichts, ich werde deinem Bein nicht wehe tun.«

Die beiden Brüder umarmten sich.

»Was meinst du, sollte man ihr deinen Entschluß nicht sofort anzeigen?« fragte Paul Petrowitsch.

»Warum so eilen?« antwortete Kirsanoff; »habt ihr davon gesprochen?«

»Davon gesprochen? wir? Quelle idée!«