»Gewiß scherzen Sie.«

»Glauben Sie? und wenn ich meiner Sache gewiß wäre, wenn ich sogar glaubte, noch viel mehr sagen zu können?«

»Ich verstehe Sie nicht.«

»In der Tat? Nun ich sehe, daß ich Ihr Beobachtungstalent zu hoch gerühmt habe.«

»Wieso?«

Arkad antwortete nichts und wandte sich ab; Katia fand noch einige Krümchen in ihrem Korb und wollte sie den Sperlingen zuwerfen. Aber der Schwung, den sie ihrer Hand gab, war zu stark, und die Vögel flogen davon, ohne etwas aufzupicken.

»Katharina Sergejewna,« nahm Arkad plötzlich das Wort, »es ist Ihnen ohne Zweifel gleichgültig, aber ich muß Ihnen sagen, daß ich Sie nicht allein Ihrer Schwester, sondern jedem, wer es auch sei auf der Welt, vorziehe …«

Damit stand er plötzlich auf und entfernte sich mit raschen Schritten, als ob er über die Worte erschrocken wäre, die er ausgesprochen hatte.

Katia ließ ihre beiden Hände und das Körbchen auf ihre Knie sinken, neigte den Kopf und blickte Arkad lange nach. Eine leichte Röte färbte allmählich ihre Wangen, aber ihr Mund lächelte nicht, und ihre Augen drückten ein gewisses Erstaunen aus; man sah, daß sie zum erstenmal ein Gefühl empfand, dessen Name ihr noch unbekannt war.