»Ah! sehen Sie,« rief Arkad, »und warum könnten Sie sich nicht dazu entschließen?«

»Weil selbst die Lieder von einer ungleichen Heirat abraten.«

»Sie lieben vielleicht zu herrschen, oder …«

»O nein, wozu taugt es? Im Gegenteil, ich wäre gern bereit, mich zu unterwerfen, aber die Ungleichheit scheint mir etwas Unerträgliches. Sich selbst achten und sich unterwerfen, ich begreif es, das ist das Glück; aber die Ungleichheit, ein Leben voll Unterordnung … nein, das hab ich satt.«

»Sie haben es satt,« wiederholte Arkad, »ja so! Sie haben nicht umsonst dasselbe Blut in den Adern, wie Anna Sergejewna. Sie haben denselben Unabhängigkeitssinn, wissen sich aber besser zu verstellen. Ich bin überzeugt, daß Sie nie zuerst eine Neigung eingestehen würden, wie heilig und mächtig sie auch wäre …«

»Aber das scheint mir doch ganz natürlich,« sagte Katia.

»Sie sind beide klug; Sie haben ebensoviel und vielleicht mehr Charakter als jene.«

»Vergleichen Sie mich nicht mit meiner Schwester, ich bitte Sie,« versetzte Katia hastig, »da bin ich zu sehr im Nachteil. Sie scheinen vergessen zu haben, daß meine Schwester alles für sich hat, Schönheit, Geist und … Sie besonders, Arkad Nikolaitsch, Sie sollten so was gar nicht sagen, und dazu noch in so ernstem Ton.«

»Was verstehen Sie unter dem ›Sie besonders‹, und weshalb setzen Sie voraus, daß ich scherze?«