»Der Herr scheint des Deutschen mächtig zu sein,« sagte der Schüler Äskulaps wieder auf deutsch, zu dem Alten gewandt.

»Ick … abe … sprechen Sie Russisch, das wird besser sein,« antwortete Wassili Iwanowitsch.

»Aha, so stehts … gut!« Und die Konsultation begann.

Eine Viertelstunde später trat Anna Sergejewna in Begleitung Wassili Iwanowitschs in das Zimmer. Der Doktor hatte Zeit gefunden, ihr ins Ohr zu flüstern, daß der Zustand des Kranken hoffnungslos sei.

Sie richtete ihre Augen auf Bazaroff und blieb an der Tür stehen, einen solch schrecklichen Eindruck machte auf sie das gerötete, obgleich schon sterbende Gesicht, diese irren Augen, die sie starr ansahen. Sie fühlte sich von einer eisigen Kälte und von einer erdrückenden Angst ergriffen; der Gedanke, daß sie etwas ganz anderes fühlen würde, wenn sie ihn wirklich geliebt hätte, durchzuckte sie.

»Danke!« sagte er mit Anstrengung, »ich hoffte es nicht. Das ist eine gute Handlung. Wir sehen uns noch einmal wieder, wie Sie es mir vorhergesagt haben.«

»Anna Sergejewna hat die Güte gehabt …«

»Mein Vater, laß uns allein … Anna Sergejewna, Sie erlauben es? ich glaube, daß jetzt …«

Sie nickte mit dem Kopfe, als ob sie sagen wollte, daß sie von einem Sterbenden nichts zu fürchten habe.