Neuntes Kapitel

An demselben Tage machte auch Bazaroff die Bekanntschaft Fenitschkas. Er ging mit Arkad im Garten spazieren und erklärte ihm, warum gewisse Bäume und besonders gewisse junge Eichen nicht fortkommen wollten.

»Ihr solltet hier mehr Pappeln und Tannen pflanzen, auch meinetwegen Linden, vorausgesetzt, daß ihr mehr Erde anfahren laßt. Das Boskett da kommt gut fort, denn Akazien und Flieder sind gutmütige Teufel, die verlangen keine Pflege. Halt! da ist jemand im Boskett.«

Es war Fenitschka, die sich dort mit Duniascha und Mitia befand. Bazaroff blieb stehen, und Arkad nickte Fenitschka wie einer alten Bekannten zu.

»Wer ist das?« fragte Bazaroff, nachdem sie sich ein wenig entfernt hatten; »die ist hübsch!«

»Von wem sprichst du?«

»Sonderbare Frage, da ist doch nur eine hübsch!«

Arkad setzte ihm nun mit wenigen Worten und nicht ohne Verlegenheit Fenitschkas Stellung im Hause auseinander.

»Ei,« erwiderte Bazaroff, »es scheint, dein Vater liebt die guten Bissen. Er gefällt mir, dein Vater. Wahrhaftig ein munterer Bursch. Aber«, setzte er hinzu, »wir müssen Bekanntschaft machen,« und damit wandte er sich wieder dem Boskett zu.