Ich verlor die Besinnung; als ich wieder zu mir kam, schwebten wir, Ellis und ich, leise den bekannten Saum meines Waldes entlang, gerade auf die alte Eiche zu ...

»Siehst du den schmalen Weg?« fragte Ellis: »Dort, wo das Mondlicht so matt leuchtet, wo die beiden jungen Birken ihre Zweige herabhängen lassen?... Willst du dahin?«

Ich fühlte mich aber entsetzlich zerschlagen und erschöpft und sagte nur: »Nach Hause ... Nach Hause ...«

»Du bist zu Hause,« antwortete Ellis.

Ich stand auch wirklich vor der Türe meines Hauses, – allein, Ellis war verschwunden. Der Hofhund kam auf mich zu, betrachtete mich mißtrauisch, – und lief heulend fort.

Mit Mühe schleppte ich mich zu meinem Bett und schlief sofort, angekleidet wie ich war, ein.

XVII.

Den ganzen folgenden Morgen hatte ich Kopfweh und konnte mich kaum bewegen; ich achtete aber wenig auf meinen körperlichen Zustand, denn an mir nagte Reue, ich erstickte vor Ärger.

Ich war mit mir äußerst unzufrieden. – Kleinmütiger! – wiederholte ich unaufhörlich: – ja, Ellis hatte recht. Warum fürchtete ich mich? Wie konnte ich mir eine solche Gelegenheit entgehen lassen?... Ich hätte ja Caesar selbst sehen können, doch ich erstarb vor Schreck, ich kreischte und scheute zurück, wie ein Kind vor der Rute. Nun, der Räuberhauptmann Rasin ist allerdings etwas anderes. Als Edelmann und Grundbesitzer mußte ich ... Aber warum habe ich auch in diesem Falle Furcht bekommen? Kleinmütiger, Kleinmütiger!... –

– Habe ich vielleicht doch alles nur im Traume gesehen? – fragte ich mich schließlich. Ich rief meine Haushälterin herbei.