[361] J. K. Proksch „Die Vorbauung der venerischen Krankheiten“. Wien 1872. S. 48 ff. — Die Litteratur über die „Affaire Guilbert de Préval“ bei Girtanner a. a. O. S. 782 und J. K. Proksch „Die Litteratur über die venerischen Krankheiten“. Bonn 1889. Bd. I, S. 473. — Als Kuriosum möge hier Linguet’s „Cacomonade, histoire politique et morale“ Köln 1769 erwähnt werden, eine Paraphrase von Voltaire’s bekannter cynischer Anecdote über den Ursprung der Syphilis im 4. Kap. des „Candide“.
[362] Casanova a. a. O. Bd. XI, S. 226.
[363] J. K. Proksch „Die Vorbauung der venerischen Krankheiten“. Wien 1872. S. 48.
[364] J. K. Proksch a. a. O. S. 50.
[365] Proksch a. a. O. S. 50–51. „Unter 48 Condomen der verschiedensten Grösse, die ich mir von Verschleissern und ohne eine Auswahl zu meinen Experimenten anschaffte, fand ich keinen einzigen, welchen ich als schlecht gemacht und unsicher bezeichnen könnte. Die meisten Condome liessen sich mittelst einer Compressionsluftpumpe bis an das Vierfache des Volums, welches sie im Zustande der Contraction hatten, ausdehnen, ehe sie mit einem starken Knalle platzten; kein einziger Condom barst, wenn ich die Ausdehnung seines Umfanges nur bis auf das Dreifache trieb, was ich an allen durch genaue Messungen sicher stellte. Bemerkenswert war bei diesen Versuchen der Umstand, dass die Condome nach einer stärkeren Ausdehnung knapp vor der Stelle abrissen, wo ich sie mittelst eines Bändchens an die Compressions-Luftpumpe befestigt hatte. Wäre es mir also möglich gewesen, die Condome auf eine Weise zu befestigen, die es zugelassen hätte, die ganzen Condome zu erweitern, so würde ich gewiss noch bedeutendere Ausdehnungen erzielt haben.“ Auch rasche und ungleichmässige Ausdehnungen ergaben dasselbe Resultat wodurch nach Proksch sichergestellt ist, dass, wenn „die Condome aus Kautschuk im unversehrten Zustande verkauft werden, sie durch den Beischlaf unmöglich zerrissen werden können, auch wenn sie noch so ungeschickt angelegt und gebraucht werden, und dass sie selbst bei ihrer stärksten Ausdehnung impermeabel bleiben. Damit sind die gewichtigsten Einwände, welche gegen die Schutzfähigkeit der Condome bis nun gethan wurden, widerlegt.“
[366] J. A. Dulaure hat in seinem grossen Werke „Des divinités génératrices ou du culte du Phallus chez les Anciens et Modernes“ Nouv. édit. Paris 1885 eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Phalluscultus gegeben. — Wertvolle Beiträge dazu auch bei J. Rosenbaum „Geschichte der Lustseuche im Altertume“. 7. Auflage. Berlin 1904. S. 59–70.
[367] Dr. Iwan Bloch. „Kannten die Alten die Contagiosität venerischer Krankheiten?“ Deutsche med. Wochenschr. 1899 No. 5, teilt eine interessante Stelle aus den kürzlich wieder aufgefundenen Mimiamben des hellenistischen Dichters Herondas mit. In dem Mimiambus „Die beiden Freundinnen“ oder „Das vertrauliche Gespräch“ handelt es sich um einen Lederphallus, den die Frauen der Insel Kos unter einander zur Befriedigung ihrer Lüste benutzen, welche Unsitte damals selbst unter den ehrbaren Bürgerinnen ganz verbreitet war, wie aus dem Gespräche zweier Freundinnen hervorgeht. — Die Behauptung Bloch’s, dass die Syphilis im Altertums nicht existiert habe, scheint uns noch entschieden weiterer Beweise bedürftig zu sein.
[368] Selbst dieses Instrument wurde zu einer Satire gegen das Königtum missbraucht, in der Schrift „Le Godmiché Royal“ Paris 1790.
[369] W. Heinse in seiner Uebersetzung des „Petronius. Begebenheiten des Enkolp.“ Neue Ausgabe. Leipzig 1898. Bd. I, S. 70.
[370] Garnier a. a. O. S. 378.