[571] J. Janin „Le Livre“ Paris 1870. S. 291–292.
[572] Sogar über die Kosten des Begräbnisses dieses merkwürdigen Mannes hat sich in Charenton ein Dokument erhalten. Sie betrugen 65 Livres. (Sarg 10 L., Grab 6 L., Träger 8 L., Prediger 6 L., Wachskerzen 9 L., für die Kapelle 6 L., Steinkreuz auf dem Grab 20 L.) Cabanès a. a. O. S. 312.
[573] „Cazin, sa vie et ses éditions“ Cazinopolis 1863. S. 140.
[574] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 203.
[575] Gegen Ende des Jahres 1905 erschien hingegen eine vollständige deutsche Uebersetzung der „Justine und Juliette“ als Privatdruck. A. d. U.
[576] Hier dürfte wohl eine Anspielung auf den Aufenthalt des Marquis de Sade in Deutschland, der mit in jenes Jahr fällt, zu finden sein.
[577] In diesem Hinrichtungssaale liest ein Abbé die „Philosophie dans le Boudoir“, die bekanntlich erst im Jahre 1795 zum ersten Male erschien. Diese Lektüre der „Philosophie dans le Boudoir“ wird schon in der Cazin-Ausgabe der „Justine“ von 1792 erwähnt, als ersteres Werk noch gar nicht erschienen war. Das „beweist, dass Sade die ‚Philosophie‘ längst vor der ‚Justine‘ im Manuscript beendet hatte, sie jedoch aus irgend welchen Gründen, vielleicht weil sie dem ‚professeur du crime‘ in der ersten Fassung zu ‚milde‘ erschien, erst später herausgeben wollte.“ („Zeitschrift f. Bücherfreunde“ Mai/Juni 1900 S. 123.)
[578] Sollte hier nicht Madame Richard das Vorbild gewesen sein?
[579] Unzweifelhaft eine Erinnerung an den schrecklichen Tod l’Escuyer’s in der Franziskanerkirche zu Avignon. (1790.)
[580] Die Sodomie mit Ziegen muss ein uraltes spezifisch italienisches Laster sein. Die italienischen Soldaten, welche 1562 unter dem Herzog von Nemours Lyon belagerten, führten eine Unzahl Ziegen mit sich „couvertes de caparaçons de velours verts, avec de gros galons d’or“, zum Zwecke der Sodomie. (P. Bayle „Dictionnaire hist. et crit.“ éd. Des Maizeau, Amsterdam. 1740. Bd. I. Art. „Bathyllus“). Nach d’Artagnan waren es zweitausend Ziegen! („Mémoires de Mr. d’Artagnan“, Cologne 1701. Bd. I, S. 466.)