»Ich will ja nicht schlafen. Weshalb sollte ich schlafen! … Ich will lieber die Felder besichtigen,« sagte Wolinzow, die Schöße seines Mantels zurecht zupfend.

»Auch das! Reite hin, Bruder, reite hin, besichtige die Felder …«

Und Leschnew begab sich in die andere Hälfte des Hauses zu Alexandra Pawlowna. Er traf sie in ihrem Gastzimmer. Sie bewillkommnete ihn freundlich. Sie war wie immer über seinen Besuch erfreut, doch behielt ihr Gesicht einen betrübten Ausdruck. Der gestrige Besuch Rudins beunruhigte sie.

»Sie kommen vom Bruder?« fragte sie Leschnew, »wie ist er heute?«

»Es macht sich, er ist auf die Felder geritten.«

Alexandra Pawlowna schwieg.

»Sagen Sie mir,« begann sie, den Rand ihres Schnupftuches mit Aufmerksamkeit betrachtend, »Sie wissen nicht, warum …«

»Rudin gekommen ist?« setzte Leschnew hinzu. »Ich weiß es: er kam, um Abschied zu nehmen.«

Alexandra Pawlowna erhob den Kopf.

»Wie – um Abschied zu nehmen?«