»Jawohl. Haben Sie denn nicht gehört? Er verläßt Darja Michailowna.«

»Verläßt sie?«

»Für immer; so sagt er wenigstens.«

»Aber wie kann das sein, wie ist das zu verstehen, nach allem, was …«

»Ja, das ist eine andere Sache! Verstehen läßt sich’s nicht, es ist aber so. Es muß dort etwas vorgefallen sein. Er hat wohl die Sehne zu stark gespannt, und sie ist – gerissen.«

»Michael Michailitsch!« sagte Alexandra Pawlowna, »ich verstehe nichts; Sie wollen, dünkt mich, Spaß mit mir treiben …«

»Nein! Bei Gott nicht … Ich sage Ihnen, er reist fort und teilt dies seinen Bekannten sogar brieflich mit. Von einem gewissen Gesichtspunkte aus betrachtet, ist das, wenn Sie wollen, nicht übel; seine Abreise verhindert indessen die Ausführung eines der merkwürdigsten Unternehmen, welches Ihr Bruder und ich soeben erst zu besprechen begonnen hatten.«

»Was ist das für ein Unternehmen?«

»Sie sollen es hören. Ich machte Ihrem Bruder den Vorschlag, zur Zerstreuung auf Reisen zu gehen und Sie zu entführen. Ich übernahm es, speziell für Sie Sorge zu tragen …«

»Wie ist das schön!« rief Alexandra Pawlowna, »ich kann mir denken, auf welche Weise Sie für mich Sorge tragen würden. Sie ließen mich vermutlich Hungers sterben.«