»Das sagen Sie, Alexandra Pawlowna, weil Sie mich nicht kennen. Sie glauben, ich sei ein Klotz, ein wahrer Klotz, ein Holzblock! Wissen Sie aber, daß ich imstande bin, zu schmelzen wie Zucker und tagelang auf den Knien zu liegen?«

»Das möchte ich wahrhaftig sehen!«

Leschnew erhob sich plötzlich. »Nun, nehmen Sie mich zum Manne, Alexandra Pawlowna, dann werden Sie es erleben.«

Alexandra Pawlowna wurde bis über die Ohren rot.

»Was haben Sie da gesagt, Michael Michailitsch?« brachte sie verwirrt hervor.

»Gesagt habe ich,« erwiderte Leschnew, »was mir schon längst und tausendmal auf der Zunge geschwebt hat. Ich habe es nun ausgesprochen und Sie können nach Gutdünken verfahren. Um Ihnen jedoch nicht störend zu sein, will ich mich jetzt entfernen. Ja, ich entferne mich … Wenn Sie meine Frau werden wollen … Wenn es Ihnen nicht zuwider ist, lassen Sie mich nur rufen; ich werde es schon verstehen …«

Alexandra Pawlowna wollte Leschnew zurückhalten, er ging aber rasch hinaus und begab sich ohne Mütze in den Garten und starrte, auf die Gartentür gestützt, ins Weite hinaus.

»Michael Michailitsch!« ließ sich hinter ihm die Stimme des Kammermädchens hören, »die gnädige Frau läßt Sie zu sich bitten.«

Michael Michailitsch wandte sich um, faßte das Mädchen zu seinem großen Erstaunen beim Kopfe, küßte es auf die Stirn und begab sich zu Alexandra Pawlowna.

XI