»So wahr Gott lebt, mit einem Pfahle, mit einem ungeheuren, wie jene, die bei der Verteidigung von Festungen gebraucht werden.«
»Mais c’est une horreur ce que vous dites là, monsieur,« rief mit Entsetzen Mlle. Boncourt, und warf einen strengen Blick auf die lachenden Kinder.
»Glauben Sie ihm doch nicht,« sagte Darja Michailowna, »kennen Sie ihn denn nicht?«
Die entrüstete Französin konnte sich aber lange nicht beruhigen und fuhr fort, vor sich hinzubrummen.
»Sie mögen mir glauben oder nicht,« fuhr mit gelassener Stimme Pigassow fort, »ich beteuere aber, daß ich die reine Wahrheit gesagt habe. Wer könnte es denn besser wissen als ich? Dann werden Sie es wohl auch nicht glauben, daß unsere Nachbarin, die Tschepusow, mir selbst erzählt hat, merken Sie wohl, sie selbst hat mir’s erzählt, daß sie ihren eigenen Neffen umgebracht hat?«
»Wieder eine schöne Erfindung!«
»Bitte, bitte! hören Sie und urteilen Sie selbst. Vergessen Sie nicht, ich will sie nicht verleumden, ich habe sie sogar lieb, das heißt, so lieb man ein Weib haben kann; es ist im ganzen Hause bei ihr kein Buch aufzutreiben, den Kalender ausgenommen, und lesen kann sie nicht anders als laut – diese Anstrengung treibt ihr den Schweiß auf die Stirn und sie klagt dann, daß ihr die Augen aus dem Kopfe springen wollten … Mit einem Wort, eine vortreffliche Frau, und ihre Dienstmädchen sind gut genährt. Warum sollte ich sie also verleumden?«
»Nun!« warf Darja Michailowna hin, »unser Afrikan Semenitsch hat sein Steckenpferd bestiegen – vor dem Abend steigt er nicht wieder herunter.«
»Mein Steckenpferd … Die Weiber haben deren drei und kommen niemals von denselben herunter – außer etwa, wenn sie schlafen.«
»Welches sind denn diese drei?«