»Der sonderbare Mensch, da wäre er endlich, und doch nicht zur rechten Stunde; er unterbricht unser Gespräch.«
Rudin erhob sich von seinem Platze, Darja Michailowna hielt ihn aber zurück.
»Wohin wollen Sie denn? Das läßt sich auch in Ihrer Gegenwart besprechen, und dann wünsche ich, daß Sie mir sein Bild entwerfen, wie das von Pigassow. Wenn Sie reden, vous gravez comme avec un burin. Bleiben Sie?«
Rudin wollte etwas einwenden, überlegte ein wenig und blieb.
Michael Michailowitsch, dem Leser bereits bekannt, trat ins Kabinett. Er hatte denselben grauen Paletot an und hielt in den gebräunten Händen dieselbe alte Mütze. Er grüßte gelassen Darja Michailowna und trat an den Teetisch heran.
»Endlich sind Sie so gefällig gewesen, sich herzubemühen, Monsieur Leschnew!« sagte Darja Michailowna. »Ich bitte, nehmen Sie Platz. Sie sind miteinander bekannt, habe ich gehört,« fuhr sie fort, auf Rudin deutend.
Leschnew blickte Rudin an und lächelte dabei sonderbar.
»Ich kenne Herrn Rudin,« sagte er mit einer kurzen Verbeugung.
»Wir sind zusammen auf der Universität gewesen,« bemerkte Rudin halblaut und schlug den Blick zu Boden.
»Auch später sind wir miteinander zusammengetroffen,« sagte Leschnew kalt.