»Dmitri Nikolaitsch, ich verstehe Sie durchaus nicht.«

»Sie wünschen …«

»Ich wünsche, daß Sie ohne Umschweife reden!« unterbrach ihn Wolinzow.

Er wurde im Ernste böse.

Rudin zog die Brauen zusammen.

»Sehr wohl … wir sind allein … Ich muß Ihnen sagen – übrigens kommen Sie gewiß selbst schon darauf (Wolinzow zuckte ungeduldig die Achseln) – ich muß Ihnen sagen, daß ich Natalia Alexejewna liebe und mit Grund vermuten darf, daß auch sie mich liebt.«

Wolinzow wurde bleich, antwortete jedoch nichts; er trat ans Fenster und wandte Rudin den Rücken.

»Sie begreifen, Sergei Pawlitsch,« fuhr Rudin fort: »wenn ich nicht überzeugt wäre …«

»Oh, bitte sehr!« unterbrach ihn hastig Wolinzow: »ich zweifle durchaus nicht … Nun, dann viel Glück! Nur wundere ich mich, was zum Teufel Sie bewogen hat, mit dieser Nachricht zu mir zu kommen … Was habe ich damit zu schaffen? Was geht es mich an, wen Sie lieben, wer Sie liebt? Das ist mir unbegreiflich …«

Wolinzow fuhr fort, zum Fenster hinauszusehen. Seine Stimme tönte hohl.