»Hat sie das wirklich gesagt?«

»Ja; und setzte noch hinzu, daß Sie selbst keineswegs willens wären, mich zu heiraten, daß Sie bloß zum Zeitvertreib mir den Hof machten, was sie von Ihnen nicht erwartet hätte; übrigens wäre sie selbst daran schuld: warum habe sie es erlaubt, daß ich so oft mit Ihnen zusammenkomme … sie rechne auf meine Einsicht, sei sehr erstaunt über mein unüberlegtes Betragen … Kurzum, ich weiß wirklich nicht mehr, was sie mir sonst noch sagte.«

Natalia sprach dieses alles mit eintöniger, fast lautloser Stimme.

»Und Sie, Natalia Alexejewna, was haben Sie ihr geantwortet?« fragte Rudin.

»Was ich ihr geantwortet habe?« wiederholte Natalia. »… Was beabsichtigen Sie jetzt zu tun?«

»Mein Gott! Mein Gott!« erwiderte Rudin, »das ist hart! So rasch! … ein so unerwarteter Schlag! … Und Ihre Mama war so entrüstet?«

»Ja … ja, sie will nichts von Ihnen hören.«

»Das ist schrecklich! Es bleibt also keine Hoffnung?«

»Keine.«

»Warum sind wir so unglücklich! Dieser abscheuliche Pandalewski! … Sie fragen mich, Natalia, was ich zu tun beabsichtige? Der Kopf geht mir in der Runde – ich kann keinen Gedanken fassen … Ich fühle nur mein Unglück … ich begreife nicht, wie Sie so kaltblütig sind! …«