Und Rudin faßte sich am Kopfe.

»Dmitri Nikolaitsch!« sagte Natalia, »wir verlieren unnütz die Zeit. Denken Sie daran, ich sehe Sie zum letzten Male. Ich kam hierher nicht um zu weinen, nicht um zu klagen – Sie sehen, ich weine nicht – ich kam, um mir Rat zu holen.«

»Welchen Rat könnte ich Ihnen geben, Natalia?«

»Welchen Rat? Sie sind ein Mann; ich war gewohnt, Ihnen zu vertrauen, ich werde Ihnen vertrauen bis ans Ende. Sagen Sie mir, welches sind Ihre Absichten?«

»Meine Absichten! Ihre Mama wird mir vermutlich ihr Haus verschließen.«

»Wahrscheinlich. Bereits gestern erklärte sie mir, sie werde die Bekanntschaft mit Ihnen abbrechen müssen … Sie antworten aber nicht auf meine Frage.«

»Auf welche Frage?«

»Was, meinen Sie, sollen wir jetzt tun?«

»Was wir tun sollen?« erwiderte Rudin, »uns darein ergeben.«

»Uns ergeben,« wiederholte Natalia gedehnt und ihre Lippen wurden bleich.