Da geh' du lieber mit mir zurück, sprach der Metzgergeselle, denn unmöglich würde dir dein Vater diesen Gang zumuthen, wüßte er, daß du wunde Füße hast. Komm doch und gehe mit mir zurück.
Nein, nein, versetzte Karl, ich muß den Weg schon zurück legen; ich will nur kurze Zeit noch ausruhen und dann versuchen, weiter zu kommen. Ich müßte mich ja schämen, käme ich unverrichteter Sache nach Hause.
So reise glücklich! sprach der Metzgergeselle, meine Geschäfte leiden keinen Verzug und so setzte er seinen Weg fort.
Karl sah ihm nach, die Trennung von der Heimath schmerzte ihn auf's Neue, doch konnte er es nicht über sich gewinnen, noch zur rechter Zeit umzukehren.
Als er den Metzgergesellen aus dem Gesichte verloren hatte, erhob er sich und wanderte auf Bremen zu.
Dort angekommen führte ihn der Weg an dem Laden eines Juweliers vorüber. Da will ich eintreten, dachte er und meinen Ring gegen baares Geld umsetzen.
Er trat in den Laden und mit großer Schüchternheit nahm er seinen Ring aus der Tasche, hielt solchen einem Arbeiter, den er für den Juwelier hielt, hin und sprach: kauft mir doch diesen Ring ab!
Der Mann legte den Gegenstand, an dem er bedächtig gearbeitet hatte, bei Seite, nahm den Ring zur Hand, betrachtete ihn genau und nahm dann den Verkäufer scharf in das Auge. Wie viel verlangst du für diesen Ring! fragte er dann.
Gebt mir so viel er werth ist, antwortete Karl, einen kleinen Nutzen gönne ich Euch schon.
Wie ist denn dieser Ring dir zu Handen gekommen? fragte der Mann weiter. Ich habe ihn gefun – doch schnell änderte Karl den Satz und sprach: ich habe diesen Ring schon lange.