Glücklicher Zufall! sagte der Sklave, dort wandelt Osmin zwischen den Palmen, begib dich zu ihm, trage ihm deine Noth vor, sage, daß das Haus deines Vaters in gutem Rufe stehe und ich müßte diesen Osmin nicht kennen, wenn er dir nicht behilflich seyn sollte!

Karl pflückte einen hübschen Blumenstrauß, band ihn sinnig zusammen und begab sich damit zum reichen Kaufmann Osmin.

Allah sei mit Euch, edler Osmin, sagte Karl, verschmäht es nicht, diesen Blumenstrauß anzunehmen!

Wer schickt mir den Strauß? fragte Osmin.

Ich habe ihn für Euch gepflückt, entgegnete Karl, da man mir sagte, daß Ihr ein großer Blumenfreund seyd.

Osmin betrachtete den Blumenspender mit Wohlgefallen, griff dann in die Tasche, um demselben ein Silberstück zu geben.

Verzeiht, edler Osmin, sagte Karl, der sich anständig weigerte, das ihm zugedachte Geschenk zu nehmen, ich bitte Euch um eine andere Gunst-Bezeigung.

Und worin besteht diese? fragte Osmin den Gärtner-Jungen, dessen seines Wesen ihm wohlzugefallen schien.

Habt die Güte, versetzte Karl und schreibt an meinen Vater, daß ich hier als Sklave in Diensten stehe, daß er sich meiner doch annehmen und mich aus dem Sklaven-Joche befreien möge.

Wer ist denn dein Vater, fragte Osmin, dem du so Großes zutraust!