»Ich muß noch einmal mit ihm reden! — Seppi Blatter — Fränzi. — Habt ihr Gewalt über mein Herz?«
Nach drei Tagen aber sammelte sich in der Morgenfrühe ein Häuflein Dörfler vor dem Bären, um Josi Blatter, den Abenteurer, abreisen zu sehen. Der Bärenwirt stand auf der Freitreppe und winkte, wie ein Wirt winkt, wenn ein so angesehener Gast wie George Lemmy geht. —
»Jetzt habe ich doch nicht mit ihm geredet.« Seit einer Weile saß der Presi, den Kopf stützend, am Tisch. Und wütender über sich selbst als über Josi, murmelte er:
»Binia erschlagen — nein — nein — das ist Wahnsinn.«
Bei sich selbst war er überzeugt, daß Josi Blatter in drei Jahren als Freier vor ihm stünde.
»Nun wohl — dann Gewalt gegen Gewalt.«
Da kam Thöni: »Ich führe das Gepäck des Engländers nach Hospel!«
»Gut — doch noch etwas! Der Schwager Kreuzwirt fährt Ende dieser Woche oder Anfang der nächsten über den Hochpaß. Ich lasse ihn um den großen Gefallen ersuchen, daß er Binia aus dem Kloster heimbringt.«
Als Thöni gegangen war, lächelte der Presi glücklich: »Binia — wenn du schon an dem Burschen hängst und thöricht bist wie alle Weiber — mein lieber Herzensvogel bist du doch!«