Er wandert rasch, die ruhig schlafende Binia im Vorbeigehen betrachtend, das ganze Werk zurück — er lenkt den Auslaufkännel am Eingang der Felsen vom Abgrund zurück und hinein in die neue Leitung.
Eilig strömen die Wasser.
Da horch! — Stimmen schwellen im Schneegestöber — eine Schar Gestalten, die — sonderbar genug — Grabkreuze tragen — Männer und Weiber tauchen gespenstisch in den Flocken auf — er erkennt den schwarzen Kaplan — er hört die hohe Stimme des Glottermüllers: »Wir müssen sie totschlagen, ehe das Rad geht — vorwärts!«
Josi stellt sich ruhig einige Schritte vor dem Eingang seines Werkes auf, aber seine Hand langt in die Tasche und seine Augen funkeln.
Die Schar steht vor ihm.
»Halt — oder ich sprenge euch alle samt und sonders in die Luft.« Hochaufgerichtet, eine Dynamitpatrone in der erhobenen Hand, donnert er es ihnen entgegen. — Die Männer stutzen, aber Kaplan Johannes ruft: »Die heiligen Kreuze sind stärker als das teuflische Salz!« — Und er will mit dem erhobenen schweren Grabkreuz in wahnsinniger Wut auf Josi los.
Da geschieht etwas Entsetzliches.
Aus dem Felsengang stürzt Binia — sie stürmt an Josi vorbei — sie läuft unter das erhobene Kreuz des Kaplans — sie schreit flehentlich: »Schlagt mich, Kaplan — aber tötet meinen Josi nicht.«
Schon saust das Kreuz gegen das junge schöne Haupt hernieder und »Josi!« schreit Binia in Todesnot.
Da sinkt der Kaplan selbst.