Abschied von Japan.
Schön ist das Reich, vom Meer umgeben;
Die Landschaft lieblich, voller Leben,
Die Felder zierlich, die Häuser nett,
Das Volk manierlich, fein, adrett;
Das Leben köstlich und amüsant
In diesem östlich geleg’nen Wunderland.
Der Abschied von Japan, das ich doch gewiss nicht wiedersehen werde, ist mir recht schwer geworden, obschon ich nicht so weit gehe, wie der heilige Franz Xaver, der (in der Mitte des 16. Jahrhunderts) das japanische Volk als das Entzücken seiner Seele bezeichnete. Wahrscheinlich bin ich nicht lange genug auf diesen freundlichen Inseln verblieben. Jedenfalls auch nicht lange genug, um die Schattenseiten zu bemerken, welche die Grämlichen unter meinen Lesern vielleicht mit Befremden vermissen.
Wie jeder vernünftige Reisende, fand auch ich die Japaner freundlich, reinlich, geschmackvoll. Dass sie im Gegensatz dazu „eitel, geschäftsuntüchtig und unzugänglich für abstracte Begriffe“ seien, konnte ich wohl hie und da vermuthen, hatte es aber nur selten zu tadeln. Jedenfalls sind sie fröhlicher, vielleicht auch glücklicher, als wir. Ob sie weiser sind, trotz der geringen Kenntnisse in der reinen und angewandten Mathematik, in den alten Sprachen und in der Philosophie, — das zu entscheiden will ich Andern überlassen.