Am Ende des westlichen Seitenflügels ist die Hochzeit zwischen Schiwa und Parvati; die letztere ist lieblich und verschämt dargestellt.

Am Ende des östlichen Seitenflügels ist die Geburt ihres Sohnes Ganescha mit dem Elephanten-Kopf.

In andern Gemächern erscheint Schiwa, wie er auf seinem Berge Kailas thront, und Ravana, der Dämon von Lanka mit zehn Armen, den Versuch macht, den Berg mitsamt dem Gott zu entführen; Schiwa, wie er von Daksha, Brahma’s Sohn, nicht zum Opfer für die Veda-Götter geladen, jenem das Haupt abschlägt, ein Sinnbild der über den Veda-Cult siegreichen Schiwa-Verehrung; und Schiwa als der Zerstörer (Bhairava) in Riesengrösse, mit Tigerzähnen, mit acht Armen und einer Brustkette von Schädeln.

Es lässt sich nicht leugnen, dass sowohl das wilde Antlitz, als auch die im Angriff und Kampf dargestellte Körperhaltung eine mächtige Wirkung ausübt, die wir allerdings lieber mit andern Mitteln hervorbringen möchten.

Diese Bildungen waren es offenbar, die unseren Altmeister Goethe zu den folgenden Versen veranlassten:

Und so will ich, ein für allemal,

Keine Bestien in dem Göttersaal!

Die leidigen Elephantenrüssel,

Das umgeschlungene Schlangengenüssel,

Tief Urschildkröte im Weltensumpf,