Ankunft in Brindisi 8½ Uhr Nachmittags.

Abfahrt von Brindisi 9½ Uhr Nachmittags.


Brindisi-Trieste 372 Seemeilen.

XVI) 16. Januar, Mittags, 43° 3′ nördl. Br., 15° 52′ östl. Lg., 109 M.
XVII) 17. Morgens, Trieste.

Unser gutes Schiff Imperatrix vom östreichischen Lloyd hat 4914 Tonnen, 4500 Pferdekräfte, 400 Fuss Länge, 45 Fuss Breite. Die Höhe des Oberdecks über dem Wasserspiegel misst 23 bis 25 Fuss. Der Kohlenverbrauch beträgt täglich 70 Tonnen. Das Schiff macht 13 Knoten, die Schraubenwelle 52 bis 54 Umdrehungen in der Minute. Capitän Egger ist ein biederer Steiermärker, der Doctor ein Wiener, die anderen Officiere sprechen zwar lieber italienisch, aber doch auch deutsch. Zum ersten Male wieder seit Kobe — Hongkong ist auf dem Schiffe meine Muttersprache vorherrschend.

Unter den Cajütreisenden ist ein deutscher Commerzienrath, der die Einfuhr deutscher Metallwaaren nach Indien auf Grund seiner Erfahrungen recht günstig beurtheilt, Herr Tellery aus Delhi, mit seinem Geschäftsführer, die gut deutsch sprechen, zwei Basler Missionäre mit ihren Frauen und Kindern, die aus Südindien zurückkehren; ferner Capitän Bowers, der Hochtibet durchwandert hat, ein Engländer, ein Parsi-Kaufmann, Frau T., die nur englisch verstehen.

Im Zwischendeck sind hauptsächlich mohammedanische Kaufleute aus Indien, welche von Aegypten nach Mekka pilgern und die Reise auch zu Handelsgeschäften benutzen wollen; ein türkischer Officier mit Frau und Töchterchen, welches rothgefärbtes Haar, schwarzgefärbte Lidränder und scheues Wesen zeigt, Hindu-Diener, Parsi-Schiffsbeamte, Juden aus Portsaid.

Wir fahren WSW durch das tief dunkelblaue Meer.