[513] Aurangzib, Aurangzeyb, d. h. Zierde des Throns.

[514] 841 englische Meilen auf der Eisenbahn von Calcutta entfernt.

[515] Im Punjab, jetzt noch 4 Millionen, scythischen, d. h. turanischen Ursprungs, angeblich die Getae der Alten.

[516] Sprich Tadsch. Man liest wohl auch, dass Taj Mahal eine Abkürzung sei von Mumtaz Mahal.

[517] Sein prachtvolles Grabmal ist erhalten und wird alsbald beschrieben werden.

[518] 1 Lakh = 100000 Rupien.

[519] Mit der Rose in der Hand ist er abgebildet; die Photographien von ihm und seiner Gattin, die von den zu ihren Lebzeiten angefertigten Bildern genommen sind, werden in Agra verkauft. Beide sind schön, er würdevoll, sie lieblich. (Graf Lanckoronski sah in der Privatsammlung des Colonel Hanna zu Delhi Bilder von Mogul-Kaisern, so fein gezeichnet, wie von Albrecht Dürer.)

[520] Der Vergleich ist oft genug gemacht worden, aber gegenstandslos. Jedes ist in seiner Art vollendet, das griechische insofern höherer Art, als es durch seine Bildwerke dem geistreichsten Gebiet menschlicher Kunst angehört. Fergusson, in seiner grillenhaften Lehre vom Schönen, giebt dem Parthenon 24 Nummern, der Taj 20. „Ihre Schönheit mag nicht von der höchsten Art sein, aber in ihrer Art ist sie unübertroffen.“

[521] Der Besuch des Prinzen von Wales in Indien war sehr nützlich. Vieles wurde ausgebessert und vor weiterem Zerfall geschützt; so auch die Marmorplatten, welche die aus Ziegeln gebaute Kuppel der Taj decken und zum Theil durch Verdickung der rostenden Eisenklammern aus ihrer Lage gekommen waren.

[522] Wie weise das ist, sieht man an den Nachbildungen der Taj, die zu Agra verfertigt und feilgehalten werden. Dieselben entbehren jeder Wirkung. Wer diesen Unterschied staunend erwägt, findet alsbald, dass der heutige Künstler erstlich die Verhältnisse nicht richtig wiedergegeben, zweitens sein Klein-Werk mit Verzierungen, auch der Thürme, überladen hat. Weit besser ist es, naturgetreue Lichtbilder mitzubringen, als solche Bildhauerei im Zuckerbäcker-Stil. Auf den Photographien ist der Fugenschnitt auch weit zarter als in den üblichen Holzschnittbildern der Taj, die alle von einem mittelmässigen Urbild abzustammen scheinen.