[573] 1881 waren es 130000, davon 68 Procent Hindu, 22 Procent Mohammedaner, der Rest Jaina, ausser 848 Christen und etlichen Parsi.

[574] Die schon im vorigen Jahrhundert von Reisenden recht wacklig befunden worden.

[575] Auf dem Dach fand ich aber hier und da an wenig auffälligen Orten „Hindu-Götterfratzen“ ausgemeisselt.

[576] Es möchte doch sehr lohnend sein, junge Baumeister aus Deutschland zum Studium der mohammedanisch-hindostanischen Baukunst und Verzierung nach Indien zu senden.

[577] Besonders berühmt ist das Stück-Werk: flache oder würfelförmige oder achteckige Gold-Stückchen werden auf einen rothen Seiden-Faden gezogen. Das ist die älteste Goldarbeit in Indien.

[578] In Indien wird wegen der Kasten-Gesetze viel Töpfer-Arbeit verbraucht. Der einheimische Branntweinladen ist leicht zu erkennen an den Haufen zerbrochener Töpfchen, da Jeder das seinige zerbricht, nachdem er ausgetrunken.

[579] Ganz ähnlich im grossen Saal zu Karnak.

[580] German beer; es ist nach Pilsener Art in Bremen gebraut, auf Schiffen des Bremer Lloyd eingeführt und kostet 1 Rupie die Flasche.

[581] Der Name soll aus dem Portugiesischen stammen, bon bahia = schöne Bay. Das ist wohl unrichtig. Die Inder schreiben es Mambe oder auch Bambe von der Göttin Mamba Devi, deren Tempel noch vor 120 Jahren auf der jetzigen Esplanade vorhanden war. Der Maratha-Name ist Mambai, von Mahima, d. h. „die grosse Mutter“ und ist ein Name derselben Göttin, der auch noch in dem der Vorstadt Mahim erhalten ist.

[582] Die Angabe von 110 Quadratkilometer in Sievers’ Asien (Leipzig 1892, S. 660) u. a. a. O. beruht auf Irrthum.