Was konnte er denn erhoffen, wenn nicht neue Enttäuschungen, wie in Holland?

Er hatte gerade noch so viel Zeit, um nach dem Bahnhof gegenüber zu laufen, doch ein gewaltiger Widerwille gegen die Reise erfasste ihn und ein unabweisliches Bedürfnis, ruhig zu sitzen, drängte sich ihm mit Gewalt auf.

Nachdenklich liess er einige Minuten verstreichen, sich auf diese Weise den Rückweg abschneidend, und sagte sich: „Jetzt würde ich mich in die Billetausgabe stürzen, mich mit meinem Gepäck herumstossen müssen; wie verdriesslich!“ –

Dann wiederholte er sich von neuem: „Im ganzen genommen habe ich gesehen und empfunden, was ich sehen und empfinden wollte. Ich bin mit englischem Leben seit meiner Abreise von Fontenay übersättigt und müsste wahnsinnig sein, wenn ich durch Umherirren meine Eindrücke zerstören sollte.“

„Sieh da,“ fuhr er in seinem Monolog fort, seine Uhr ansehend, „die Zeit ist da heimzukehren!“

Jetzt stand er wirklich auf, ging hinaus und befahl seinem Kutscher, ihn nach dem Bahnhof von Sceaux zurückzufahren, und er kam wieder in Fontenay an mit seinen Koffern, Paketen, Reisedecken, Regenschirmen und Spazierstöcken und empfand die körperliche Abgehetztheit, die moralische Ermüdung eines Menschen, der nach einer langen, gefahrvollen Reise endlich wieder zu Hause anlangt.

ZWOELFTES KAPITEL.

Während der Tage, die seiner Rückkehr folgten, betrachtete Herzog Jean mit Wohlgefallen seine Bücher, und bei dem Gedanken, dass er sich lange Zeit von ihnen hatte trennen können, empfand er eine ebenso wirkliche Befriedigung, wie er sie genossen, wenn er sie nach einer ernstlichen Reise wiedergefunden hätte. Unter dem Impuls dieses Gefühls schienen ihm die Gegenstände neu, denn er nahm an ihnen Schönheiten wahr, die er vergessen, seitdem er sie erworben hatte.

Alles: Bücher, Nippsachen, Möbel, nahm in seinen Augen einen neuen Reiz an. Sein Bett schien ihm weicher im Vergleich zu dem Lager, das er in London eingenommen haben würde; der diskrete, schweigsame Dienst des alten Ehepaares entzückte ihn, da er sich von dem Gedanken an die lärmende Redseligkeit der Hotelkellner ermüdet fühlte.

Er schöpfte frische Lebenskraft aus dem Bad der Gewohnheit.