Er sah von neuem nach der Uhr: es fehlten noch zehn Minuten bis zur Abfahrt des Zuges. Es war die höchste Zeit, die Rechnung zu begleichen und hinüberzugehen.

Er verspürte plötzlich eine ausserordentliche Schwere im Magen wie im ganzen Körper.

„Mut!“ murmelte er, und noch schnell ein Glas Brandy hinunterstürzend, verlangte er seine Rechnung.

Ein Individuum in schwarzem Frack und einer Serviette unter dem Arm, mit spitzem, kahlem Schädel, steifem grauen Backenbart trat heran, einen Bleistift hinter dem Ohr, und ein Bein vor das andere stellend, zog er ein Notizbuch aus seiner Tasche und, ohne sein Papier anzusehen, die Augen auf die Gaskrone gerichtet, schrieb er alles auf und berechnete die Zeche.

„Hier,“ sagte er, das Blatt aus seinem Buche reissend und es dem Herzog überreichend, der ihn neugierig ansah.

„Welch seltsamer John Bull,“ dachte er.

In diesem Augenblick öffnete sich die Thür der Kneipe, Leute kamen herein, die einen Geruch wie von durchnässten Pudeln mitbrachten. Eine süsse und wohlige Erschlaffung bemächtigte sich des Herzogs Jean; er fühlte sich unfähig, seine Beine zu bewegen, ja selbst die Hand auszustrecken, um sich eine Cigarre anzuzünden.

„Vorwärts, es ist die höchste Zeit!“ sagte er sich, ohne sich zu rühren.

Wozu war es nötig, in grösster Eile fortzustürzen, wenn man so bequem und so prächtig auf einem Stuhl reisen konnte?

War er nicht eigentlich schon in London, dessen Geruch, dessen Atmosphäre, dessen Einwohner, dessen Futter, dessen Geräte ihn umgaben?