Er sah sich im Geist wieder im Museum vor dem Astrolabium aus Elfenbein, während seine Augen fortfuhren, den Sternhöhenmesser aus Kupfer vor sich auf dem Tische zu betrachten, ohne ihn zu sehen.
VIERZEHNTES KAPITEL.
Einige Tage lang war sein Zustand erträglich, dank der Mittel, die er seinem Magen anbot. Aber eines Morgens wollte er die marinierten Gerichte nicht mehr annehmen, und der Herzog fragte sich beunruhigt, ob seine grosse Schwäche nicht noch zunehmen und ihn nötigen würde, das Bett zu hüten.
Es fiel ihm plötzlich ein, dass einer seiner Freunde es mit Hilfe eines gewissen Nahrungsmittels erreicht hatte, seiner Blutarmut Einhalt zu thun und sich das bisschen Kraft zu erhalten.
Er schickte schnell seinen Diener nach Paris, um sich dieses kostbare Mittel zu verschaffen; nach dem Prospekt, den der Fabrikant beigelegt hatte, unterrichtete er selbst seine Köchin, wie das Rindfleisch in kleine Stücke zu schneiden und zuzubereiten sei.
Den durch diese Prozedur gewonnenen Saft nahm er löffelweise ein.
Durch diese Kur wurde das Nervenleiden aufgehalten und der Herzog sagte sich:
„Das hätten wir immerhin erreicht; vielleicht dass die Temperatur sich ändert und der Himmel etwas Asche auf diese abscheuliche Sonne wirft, die mich völlig erschöpft, und dass ich mich ohne grosse Schwierigkeit bis zur ersten Kälte durchschlagen werde.“
In dieser Erschlaffung und müssigen Langeweile, in die er versunken, ärgerte ihn seine Bibliothek, deren Ordnung unvollendet geblieben war; da er nicht mehr aus seinem Lehnstuhl aufstehen konnte, hatte er unaufhörlich seine profanen Bücher vor sich, die wie Kraut und Rüben in den Fächern standen und lagen. Die Unordnung verletzte ihn um so mehr, da sie zu der sorgfältigen Ordnung der religiösen Bibliothek in schreiendem Widerspruch stand.
Er versuchte dieser Verwirrung ein wenig abzuhelfen, aber nachdem er zehn Minuten gearbeitet, war er wie in Schweiss gebadet; die Anstrengung erschöpfte ihn. Wie gebrochen legte er sich aufs Sofa und klingelte seinem Diener.