Seine Gestalt strahlte in lichter Herrlichkeit, wie die Sonne in ihrer Majestät. Frisch und fröhlich legte er nun die eigenen Kleider an, und die ganze Schar der Andächtigen geleitete unter Jubel in feierlichem Aufzuge den treuen Hirten heim in seine Wohnung.

Einen Festtag und ein Freudenmahl bereitete der Hohepriester allen seinen Freunden, wenn er in Frieden hereingezogen und in Frieden herausgekommen war aus dem Heiligtum.

Und also lautete das Gebet des Hohenpriesters am Sühnetage, wenn er wohlbehalten und ohne Unfall zurückgekehrt war aus dem Allerheiligsten:

„Es sei Dein Wille, unser Gott, und unserer Väter Gott, daß dieses Jahr, das für uns und ganz Israel nun anhebt, ein Jahr sei, in dem Du Deinen Segensschatz uns auftust, ein Jahr der Fülle, des Segens und heilvoller Verhängnisse, ein Jahr des Getreides, Mostes und Öles, ein Jahr des Gedeihens, Gelingens und des Bestandes, ein Jahr des Vereinens in Deinem Heiligtum, ein Jahr des Überflusses und des glücklichen Lebens, ein Jahr des Regens und der Sonnenwärme, ein Jahr der süßen Früchte, ein Jahr der Sühne all unserer Sünden, ein Jahr der Blüte für Verkehr und Gewerbe, ein Jahr der Förderung der Gottesfurcht und Tugend, ein Jahr des Friedens und der Ruhe, ein Jahr, in dem der Starke nicht den Schwachen bedrücke, ein Jahr, in dem der eine nicht die Mildtätigkeit des andern bedürfe, ein Jahr, in dem Dein Volk Israel glücklich und ungefährdet wohne unter den Völkern, ein Jahr, in dem Du Gedeihen gebest jeglichem nützlichen Schaffen unserer Hände.“ Und für die Bewohner des Tales Saron betete er noch: „Es sei Dein Wille, o Gott, daß ihre Häuser nicht ihre Gräber werden.“

Herrlich über alles war der Anblick des Hohenpriesters, wenn er wohlbehalten zurückkehrte aus dem Allerheiligsten:

Gleich dem blauen Himmelszelte,

Wolkenlos und frei und licht,

War des Priesters Angesicht.

Gleich dem Blitze, der als Feuer

Glühend durch die Wolken bricht,